Hopfenpoesie

Duft der Maische
Der zarte liebliche Duft der Maische der mich beflügelt, ein Hauch, aber dennoch ein Genuss für meine Nasenflügel.
Welch leckeres Gesöff die Poren meiner Zunge leicht umspielt, das kühle Nass mir Freude gibt.
Der erste Schluck bekannt als bester, stimmt sie sich ein die Vorfreude auf diesen welchen oh himmlischer Schaum, man glaubt es kaum.
Und wenn es dann vollbracht und sanft die Kehle runter rinnt, der Geschmack mich umhüllt und die Augen leuchten, wie schon damals als Kind, gelobtes Bier!

Das Gerstenkorn
Das Gerstenkorn es weht im Wind und wird ganz bald zum Bier bestimmt.
Noch bewegt es sich leise und sanft, bis es im Maischebottich verdampft. Zu Braugerste ist es geworden, später zu Malz, Gott erhalt’s.
Gemeinsam mit Wasser, Hopfen und Hefe nach einigen Tagen im Keller verweilt
der köstliche Saft aus Gerste wieder das Tageslicht erblickt und viele Menschen äußerst entzückt.

Das Bier
Ein Tropfen und ist er noch so klein, rinnt langsam das Glas herunter oder den Krug, sollte ich wohl sagen, beschreibt es besser.
Frisch gezapft und gut gekühlt mit einer Krone weißen Schaums versehen leuchtet es vor sich hin.
Ein Bier wie aus einem Bilderbuch, gemalt möchte man sagen, nahezu perfekt.
Es weckt die Lust nach dem ersten Schluck. Man kann es förmlich spüren, wie es die Lippen leicht benetzt.
Erst ganz zaghaft und sanft und dann in großen Schlücken genießen, das Bier.
Der erste Schluck wahrlich der Beste, doch auch der Zweite rühmt sich mit Geschmack, der frohlockt und stillt den Durst des Mannes und der Frau.

Glück dieser Erde
Das Glück dieser Erde, nicht wie vielleicht gedacht der Rücken der Pferde, nein, vielmehr die Hopfenschale frisch und kühl auf dem Tisch mit einem Mahle.

© Copyright by Kaja Drenhaus